Staatssekretär – Mal hü, mal hott

Sicher hat jeder, der sich für den Wohnungsbau und die Mietenpolitik des Berliner Senats interessiert, die Diskussionen um Andrej Holm verfolgt.
Ein Staatssekretaär, der für den Wohnungsbau und die entsprechende Politik zuständig sein sollte, und der sehr mieterfreundlich agierte.
Das genau dies einigen Investoren nicht gefiel, und zusätzlich bereits in den Medien als „Triumpf der Linkspartei“ gewertet wurde, machte die Causa Holm zu einem Politikum. Letztlich war Michael Müller als Regierender Bürgermeister nicht stark genug, die Anfeindungen auszusitzen, besonders da einer seiner Vorgänger, Peter Strieder, als Sprecher eines Investors am Potsdamer Platz sich stark machte gegen Andrej Holm.

Nun wurde Holm also als Staatssekretär entlassen, da er bei seiner Selbstauskunft – und das bereits an der Humboldt-Universität, an der er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war – „vergaß“, dass er Offiziersschüler bei der StaSi war.
Und so etwas schadet dem Image der SPD, besonders im Wahljahr, da spielt es keine Rolle, ob Holm eine gute Besetzung für den Posten wäre oder nicht.
Der Zusammenarbeit in einer Rot-Rot-Grünen Koalition schadet es ebenfalls, egal ob man zu Holm steht oder sich für seine Entlassung ausspricht.
„Nicht was er getan hat, sondern was er verschwiegen hat“ war der Grund für seinen Rauswurf, jedenfalls sieht das Werner Schulz, Grüne, so.
Und Holm?
Er meint, nun sei es an der Zeit „Die Regierung vor uns herzutreiben“ – Einsicht ist das wohl nicht.